Mehr Anfragen, weniger Aufträge: Das B2B-Problem mit Google Ads
Shownotes
„Anfragen kommen schon. Der Vertrieb sagt nur, damit kann er nichts anfangen.“ Wer als B2B-Unternehmen mit Google Ads wirbt und ein erklärungsbedürftiges Produkt verkauft, kennt diese Lage. In dieser Folge erklärt Jörg, warum mehr Anfragen im B2B ein Risiko sein können und wie du Google beibringst, dir die richtigen zu schicken.
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Warum mehr Anfragen ein Risiko sind
Im B2B ist der Vertrieb oft klein, und jede Anfrage kostet Zeit, vom ersten Rückruf bis zum Angebot. Passt ein Großteil der Anfragen nicht, nimmt der Vertrieb Anfragen aus der Werbung irgendwann nicht mehr ernst. Dann bleiben auch die guten liegen.
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Woran es liegt
Google optimiert auf das, was du als Erfolg meldest. Zählt jede ausgefüllte Anfrage, sucht Google Menschen, die gern Formulare ausfüllen:
• Studenten, die für eine Abschlussarbeit recherchieren
• Jobsuchende
• kleine Kunden, die nicht in dein Raster passen
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So steuerst du um
• Mit dem Vertrieb festlegen, was eine gute Anfrage ist, zum Beispiel Unternehmen statt Privatperson, sinnvoller Projektumfang, passendes Liefergebiet.
• In Anzeige und auf der Seite sagen, für wen das Angebot gedacht ist.
• Einmal im Monat den Suchbegriffbericht prüfen und Begriffe wie „kostenlos“, „Ausbildung“ oder „Job“ ausschließen.
• Im Formular ein oder zwei Fragen, die wirklich trennen, etwa Unternehmensgröße oder Projektumfang.
• Qualifizierte Anfragen an Google zurückmelden. Google empfiehlt ein klares Ziel wie qualifizierte Leads, die Daten möglichst täglich zu übertragen und die Qualifizierung idealerweise innerhalb von sieben Tagen nach dem Klick abzuschließen.
• Sind Aufträge sehr unterschiedlich groß, Werte mitgeben und auf den Wert bieten. Ohne Werte ist ein Ziel pro qualifizierter Anfrage der übliche Weg.
• Gute Anfragen schnell zurückrufen, Interessenten fragen oft bei mehreren Anbietern an.
Als Richtwert nennt Google mindestens 15 Conversions in 30 Tagen. Reicht die Zahl qualifizierter Anfragen noch nicht, kann ein früherer Schritt wie ein vereinbarter Termin das Optimierungsziel sein.
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Und bei Meta Ads?
Über das Instant-Formular bei Facebook und Instagram kommen in der Regel mehr Leads zu einem deutlich niedrigeren Preis pro Lead. Weil die Daten vorausgefüllt sind und zwei Klicks reichen, ist die Qualität aber oft wesentlich schlechter. Es gilt dasselbe Prinzip wie bei Google: ein oder zwei Fragen, die wirklich trennen, und die Rückmeldung, welche Anfragen qualifiziert waren. Instant-Formular, Landingpage und Funnel stellt Jörg in einer eigenen Folge gegenüber.
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Der richtige Maßstab
Erfolg misst du an dem, was eine qualifizierte Anfrage oder ein Auftrag kostet. Sinkt die Zahl der Anfragen erst einmal, ist das in Ordnung und meistens ein gutes Zeichen. Dein Vertrieb ist zum Verkaufen da.
Passend dazu
Wie viel darfst du fragen, bevor der Kunde abspringt? (Folge 439): https://master-of-search.podigee.io/439-wie-viel-darfst-du-fragen-bevor-der-kunde-abspringt
Offline Conversions: die 7-Tage-Frist, die kaum jemand kennt (Folge 463): https://master-of-search.podigee.io/463-offline-conversions-die-7-tage-frist-die-kaum-jemand-kennt
LinkedIn Ads im B2B: Wann sich der Aufpreis lohnt (Folge 444): https://master-of-search.podigee.io/444-linkedin-ads-im-b2b-wann-sich-der-aufpreis-lohnt
Quelle
Google-Ads-Hilfe, Best Practices für mehr aussichtsreiche Leads: https://support.google.com/google-ads/answer/13489421?hl=de
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Dein Vertrieb sortiert gerade mehr, als er verkauft? Schreib uns kurz, wir gehen mit dir durch, was Google als Erfolg gemeldet bekommt und was du stattdessen melden solltest: https://www.master-of-scaling.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_medium=beschreibung&utm_campaign=folge-478
Zweimal pro Woche eine Geschichte aus dem Alltag und Handgriffe aus echten Konten: https://www.master-of-scaling.de/google-ads-analytics-newsletter/?utm_source=podcast&utm_medium=beschreibung&utm_campaign=folge-478
Diese Folge als Video: https://www.youtube.com/@MasterofSearch
Christoph Mohr ist Google Ads Trainer seit 2015, gemeinsam mit Jörg Ullmann betreut Master of Scaling über 850 Kundenprojekte.
Instagram: https://www.instagram.com/master_of_scaling/ | LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/master-of-search-gmbh/
Transkript anzeigen
00:00:00: Anfragen kommen schon.
00:00:01: Der Vertrieb sagt nur, damit kann er nichts anfangen!
00:00:04: Wenn du ein erklärungsbedürftiges Produkt an Firmenkunden verkaufst und mit Google Ads oder Meta Ads wirbst dann kennst Du diese Lage vielleicht.
00:00:13: Das Formular wird ausgefüllt Und trotzdem sitzt dein Vertrieb vor einem Stapelanfragen von denen kaum eine passt.
00:00:20: Ein Geschäftsführer hat mir mal sehr klar gesagt was er eigentlich möchte Weniger Anfragen aber bitte höher Qualifizierte.
00:00:27: Darum geht's heute.
00:00:29: Ich zeige dir, warum im Geschäft mit Firmenkunden mehr Anfragen ein Risiko sein können und wie du Google beibringst, dir die Richtigen zu schicken!
00:00:37: Ganz kurz zu mir – ich bin Jörg Ullmann von Master of Scaling.
00:00:40: Ich bin seit über zwanzig Jahren im Online-Marketing und wir haben über achthundertfünfzig Kundenprojekte betreut.
00:00:46: Darunter sind viele Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten und sehr, sehr langen Entscheidungswegen.
00:00:52: Im Geschäft mit Firmkunden ist der Vertrieb oft ziemlich klein.
00:00:56: Zwei oder drei Leute Manchmal sogar nur der Geschäftsführer selbst.
00:01:00: Jede Anfrage kostet Zeit für den Rückruf, die Vorbereitung und am Ende ein Angebot.
00:01:06: Wenn jede Woche zwanzig Anfragen reinkommen und fünfzehn davon passen nicht ist ein großer Teil der Woche erst mal weg.
00:01:13: Dann passiert etwas das ich für gefährlich halte.
00:01:16: Der Vertrieb nimmt Anfragen aus der Werbung irgendwann nicht mehr ernst Er ruft später zurück oder teilweise gar nicht Und damit bleiben auch die guten Anfrage liegen.
00:01:27: Die Ursache liegt fast immer in einer Einstellung.
00:01:29: Google optimiert auf das, was du als Erfolg meldest.
00:01:33: Wenn jede ausgefüllte Anfrage als Conversion zählt sucht Google Menschen die gern Formulare ausfüllen.
00:01:39: Das sind dann auch Studenten, die für eine Abschlussarbeit recherchieren oder Jobsuchende.
00:01:44: Manchmal sind es kleine Kunden, die gar nicht in dein Raster passen.
00:01:47: Für Google zählt jeder dieser Anfragen erst einmal gleich viel.
00:01:51: Dein Vertrieb sieht das zu recht anders.
00:01:54: Der erste Schritt kostet nichts außer einer Stunde.
00:01:57: Setz dich mit deinem Vertrieb zusammen und legt gemeinsam fest, was eine gute Anfrage ist.
00:02:02: Firmenkunde oder Privatpersonen ab welchem Volumen sich ein Gespräch lohnt, welche Region passt?
00:02:08: Das klingt banal!
00:02:09: In vielen Unternehmen hat das trotzdem noch nie jemand aufgeschrieben.
00:02:13: Ein Beispiel wie so etwas aussehen kann Eine gute Anfrage kommt von einem Unternehmen.
00:02:17: Das Projekt hatte einen Umfang bei dem sich ein Angebot lohnt Und der Kunde sitzt in einem Gebiet, dass ihr auch beliefern könnt.
00:02:23: Mehr braucht es am Anfang nicht.
00:02:25: Dann sag schon in der Anzeige auf der Seite, für wen dein Angebot gedacht ist – zum Beispiel nur für Unternehmen oder erst ab einer bestimmten Menge!
00:02:33: Das kostet dich ein paar Klicks?
00:02:35: Auf genau diese Klicks kannst du in der Regel gut verzichten.
00:02:38: Schau dir außerdem einmal im Monat den Bericht zu den Suchtbegriffen an.
00:02:42: Da siehst Du, wonach die Leute wirklich gesucht haben bevor Sie auf deine Anzeigen geklickt haben.
00:02:47: Wer nach kostenlos Ausbildung oder Job sucht, ist selten ein Kunde.
00:02:52: Solche Begriffe Kannst du gezielt ausschließen?
00:02:55: Auch im Formular kann eine gut gewählte Frage viel helfen.
00:02:58: Zum Beispiel nach der Unternehmensgröße oder dem ungefähren Projektumfang.
00:03:02: Wichtig ist, dass es ein- oder zwei Fragen bleiben die wirklich trennen!
00:03:06: Wie viele Fragen ein Formular verträgt bevor die Leute abspringen habe ich in einem eigenen Video gezeigt.
00:03:11: Ich blende es dir hier ein.
00:03:12: Im Podcast ist das Folge fourhundertdreißig.
00:03:15: Jetzt kommt der wichtigste Hebel Du sagst Google, welche Anfragen gut waren.
00:03:20: Dafür markiert dein Vertrieb im CRM oder in einer einfachen Liste, welche Anfrage qualifiziert war.
00:03:27: Diese Information spielst du an Google zurück.
00:03:30: Google empfiehlt selbst auf ein klares Ziel zu optimieren zum Beispiel auf qualifizierte Leads.
00:03:35: Mehrere Ziele aus verschiedenen Phasen gleichzeitig sind dafür ungünstig!
00:03:39: Die Daten sollten möglichst täglich übertragen werden und die Qualifizierung sollte idealerweise innerhalb von sieben Tagen nach dem Klick passieren.
00:03:48: Wie diese Rückmeldung funktioniert und warum die Frist so wichtig ist, erkläre ich ausführlich in der Folge über Offline-Conversions – auch die ist hier natürlich in der Beschreibung verlinkt!
00:03:56: Im Podcast ist es die Folge fourhundertdreiundsechzig.
00:03:59: Bei Meta also Facebook und Instagram ist das Thema oft noch größer.
00:04:03: Viele Kampagnen laufen dort über das Instant-Formular.
00:04:06: Das ist ein Formular direkt in der App.
00:04:09: Name und E-Mail Adresse sind schon vorausgefüllt mit den Daten aus dem Profil der jeweiligen Person, die das gerade ausfüllt.
00:04:15: Zwei Klicks und die Anfrage ist im Prinzip da!
00:04:18: Deshalb bekommst du damit in der Regel mehr Lieds zu einem deutlich niedrigen Preis pro Lied.
00:04:23: Die Kehrseite kennst Du jetzt schon.
00:04:26: Weil es so leicht geht Ist die Qualität oft wesentlich schlechter.
00:04:31: Manche ändern sich beim Rückruf kaum noch daran dass sie etwas ausgefüllt haben.
00:04:35: Ein günstiger Lied hilft dir wenig, wenn dein Vertrieb hinterher fünfzehn oder zwanzig Personen davon aussortiert.
00:04:41: Beim Meter gilt deshalb das selbe Prinzip wie bei Google auch – ein-oder zwei Fragen im Formular die wirklich trennen und die Rückmeldung welche Anfragen qualifiziert waren.
00:04:52: Auch Meter kann mit dieser Information lernen nach wem es tatsächlich innerhalb der Zielgruppe, die du versuchst zu tagetieren dann auch suchen soll!
00:05:01: Ob für dich das Instant-Formular eine eigene Landingpage Ein kleiner Funnel, davor der bessere Weg ist.
00:05:09: Dazu werde ich eine eigene Folge machen.
00:05:11: Da stelle ich die drei Wege mit ihren Vorteilen und Nachteilen einmal gegenüber.
00:05:15: Abonnier unseren Kanal dann verpasst du sie garantiert nicht!
00:05:19: Wenn deine Aufträge sehr unterschiedlich groß sind kannst du Google auch Werte mitgeben.
00:05:24: Eine Anfrage für ein großes Projekt bekommt einen höheren Wert als eine für ein kleineres Projekt.
00:05:31: Google empfiehlt in dem Fall Gebote, die auf den Wert optimieren.
00:05:35: Hast du keine Werte, ist ein Ziel pro qualifizierte Anfrage in der Regel der übliche Weg.
00:05:41: Ein Punkt noch damit du später nicht enttäuscht bist – Google braucht genug Daten um daraus zu lernen!
00:05:47: Als Richtwert nennt Google selbst mindestens fünfzehn Conversions in einem Zeitraum von dreißig Tagen.
00:05:54: Wenn Du so viele qualifizzierte Anfragen noch nicht hast nimm einen Schritt der eng mit Qualität zusammenhängt und etwas häufiger vorkommt Zum Beispiel einen vereinbarten Termin.
00:06:07: Ab dann misst du Erfolg an dem, was dich eine qualifizierte Anfrage oder ein Auftrag kostet.
00:06:14: Es kann gut sein dass die Zahl der Anfragen erst einmal sinkt.
00:06:17: Das ist völlig in Ordnung Meistens sogar eher ein gutes Zeichen.
00:06:21: Wenn dann eine gute Anfrage reinkommt Ruf sie bitte schnell zurück Oder lass Sie schnell zurückrufen.
00:06:27: Im Geschäft mit Firmenkunden Fragen interessanten oft bei mehreren Anbietern gleichzeitig an.
00:06:32: Wer Zuerst ein gutes Gespräch führt hat einen klaren Vorsprung.
00:06:37: Ich sag dann immer, dein Vertrieb ist zum Verkaufen da!
00:06:41: Wenn dein Vertrieb gerade mehr sortiert als verkauft, dann schreib uns kurz über das Kontaktformular.
00:06:47: Wir gehen mit dir durch was Google grade als Erfolg gemeldet bekommt und was du stattdessen an Google lieber melden solltest.
00:06:55: Link du ahnst es sicherlich auch hier unten in der Beschreibung unter diesem Video bzw dieser Podcastfolge.
00:07:02: Also kurz zusammengefasst, legt fest was eine gute Anfrage ist.
00:07:06: Sagen Anzeige und Formular für wen dein Angebot gedacht ist.
00:07:11: Und melde Google und Meta die qualifizierten Anfragen zurück damit sie genau nach diesen Kunden suchen!
00:07:17: Wenn du jemanden kennst dessen Vertrieb gerade unter zu vielen unpassenden Anfragen leidet dann schick ihm die Folge doch gern weiter.
00:07:32: Linkt in Erz für dich der bessere Weg zu, entscheidern sind.
00:07:36: Dann schau dir als nächstes dieses Video einmal an!
00:07:39: Im Podcast ist es Folge ... Ich bin Jörg von Master of Scaling.
00:07:44: Danke dir fürs Zuschauen und wenn du die Folge im Podcast gehört hast danke fürs Zuhören Bis zum nächsten Mal.
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